Social Media – wie verändert sich dadurch unsere Selbstwahrnehmung?

Der Begriff Freundschaft hat sich in den letzten Jahren, unter Einfluss der immer höheren Medienpräsenz, verändert. Wo man sich früher traf, um gemeinsam zu spielen, kommen heute vermehrt Onlineportale zum Einsatz. Trifft man sich trotzdem, wird dies meist unverzüglich auf Social Media preisgegeben und in vielen Fällen noch ein Foto dazu veröffentlicht. Der Kampf der Selbstdarsteller war noch nie so gross wie heute auf Social Media. Dass diese Umstände auf die Selbsteinschätzung und die Zufriedenheit Einfluss nehmen, ist klar. In meinen Blogbeiträgen möchte ich tiefer darauf eingehen, wie social Media Einfluss auf unsere Freundschaften, unsere Zufriedenheit sowie auf unsere Gesundheit nimmt.

Die Definition von Freundschaft verändert sich im Laufe der Zeit, was auch völlig normal ist, denn Freundschaften sind an die aktuellen Umstände gebunden. Wo es in früheren Zeiten noch verboten war, dass gegensätzliche Geschlechter befreundet sind, oder es üblich war, dass Freunde dieselben religiösen Ansichten teilen, ist es heute normal, dass Mädchen und Jungen miteinander unterwegs sind. Auch die Religion spielt heute, gerade in den westlichen Ländern, eine immer geringere Rolle. ( http://u01151612502.user.hosting-agency.de/malexwiki/index.php/Freundschaft ) Dementsprechend muss sich die Definition von Freundschaft auch den Gegebenheiten der Zeit anpassen. Heutzutage findet auf den Social Media Portalen ein regelrechter Kampf um Freunde oder Follower statt. Immer mehr Jugendliche definieren ihr Selbstbild über Likes für veröffentlichte Beiträge und suchen demnach auch dort ihre Bestätigung. Ein zweifelhafter Hype, denn auch Freunde oder Follower auf social Media können problemlos im Internet eingekauft werden. (https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/diese-freunde-sind-das-geld-nicht-wert-1.17657146 )

Dies bringt einige Nachteile mit sich. Zum einen werden die Milleniums dadurch viel anfälliger, von Unbekannten beeinflusst zu werden, zum anderen führt es dazu, dass die Zufriedenheit abhängig gemacht wird von einer Scheinwelt. Wieso ich social Media als Scheinwelt bezeichne? Weil für mich gestellte Fotos einer Momentaufnahme wenig mit der Realität zu tun haben. Im Rahmen dieses Kurses, habe ich mich vermehrt mit Facebook und Instagram auseinandergesetzt. Dabei fiel mir auf, dass die (zur Perfektion getriebene Selbstinszenierung ein immenses Mass annimmt. Kaum ein Bild auf Instagram wurde ohne Filter hochgeladen, kritische Texte waren eine Seltenheit und jeder führt anscheinend ein Leben voller Glück, Erfolg und Zufriedenheit. Wir generieren eine Welt, in der die Realität verschwiegen und alles möglichst positiv dargestellt wird. Die Folgen davon sind den meisten Nutzern nicht bewusst.

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