In meinem Umfeld besitzt heutzutage fast jeder ein Account bei einem Karriereportal. Sei es auf XING, LinkedIn oder Monster. Dabei versprechen sich sowohl Arbeitnehmende/Stellensuchende als auch HR-Recruiter den jeweils perfekten Job beziehungsweise den passenden Angestellten zu finden. Doch bergen solche Karriereportale auch Nachteile und Gefahren, die vor einer Anmeldung beachtet werden sollten.
Nicht jedes Portal hat dieselbe Reichweite
Wer sich entschliesst auf einem Portal beizutreten, sollte im Vorhinein abklären, welches Portal die gewünschte Reichweite und Präsenz in einem bestimmten Markt besitzt. Die beiden Plattformen, XING und LinkedIn, sind wohl die berühmtesten Vertreter. Und dennoch haben beide eine unterschiedliche Reichweite. Während XING vor allem im deutschsprachigen Raum stark ist, brilliert LinkedIn durch die globale Präsenz. Wer sich also für das falsche Portal entscheidet, kann Nachteile bei der Jobsuche haben. (Netzidentität, 2013)
Jobsuche ist oft schwierig
Weniger als 2 Prozent der Stellen werden heute über Karrierenportale vergeben. Vorwiegend sind dies solche im IT-Bereich. Wer denkt, mit einer Anmeldung auf einer solchen Plattform ist die Arbeit getan und die Jobangebote bzw. Bewerbungen kommen zu Hauf, irrt sich. Auch wer sein Profil up-to-date hält und sich in Diskussionsrunden beteiligt, hat keine Garantie einen Job zu finden. Beim «Netzwerken» geht es in erster Linie darum, Kontakte zu knüpfen und nicht Jobs zu akquirieren. Erschwerend hinzu kommt, dass kaum zu steuern ist, wer welche Informationen erhält. Kontaktiert ein User seine engen Kontakte mit einer Bitte und diese wiederum kontaktieren ihre Kontakte, hat der User zwar eine beträchtliche Anzahl von Leuten erreicht, aber ob diese die richtigen Ansprechpersonen für sein Anliegen sind, bleibt fraglich. (Lammers, 2017)
Datenschutz
Wir alle wissen, dass das Internet nie vergisst. Dementsprechend spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle, sowohl aus Sicht des Arbeitnehmers als auch des Unternehmens. Daten sind ein sensibles Gut und insbesondere mit dem neuen EU Datenschutzrecht ist Vorsicht geboten. Jede Plattform hat ihren eigenen Privacy Policies, die für jeden Nutzer gelten. Für die Umsetzung dieser Bedingungen ist die Social Media Plattform selbst zuständig. Das heisst nur nicht, dass die Daten somit sicher sind. Wie die Vergangenheit mit dem Fall von Facebook und Cambridge Analytica gezeigt hat. Somit ist ein Reputationsrisiko durchaus plausibel und muss bei einer Anmeldung miteinkalkuliert werden. (Seiler, 2018)
Fazit
Meiner Meinung nach sind Karriereplattformen eine gute Sache und können helfen, die passende Stelle zu finden. Wie so vieles haben auch solche Portale ihre Gefahren und Nachteile. Werden diese aber von Beginn an berücksichtigt oder eliminiert, steht dem erfolgreichen networken nichts mehr im Weg.