Ein Unternehmen setzt nach und nach auf soziale Netzwerke, um seinen Bekanntheitsgrad zu erweitern, seinen Followern das Gefühl von „Nähe“ zu vermitteln und über laufende Aktualitäten zu berichten. Und dabei haben viele Unternehmen den Eindruck, dass damit schon die meiste Arbeit getan ist, wenn es darum geht, das Marketing des Unternehmensimage über den Kanal der sozialen Medien aufzupolieren. Viele Unternehmen vergessen dabei aber, dass Social Media Marketing nicht nur Plattformen für Produkte und News bietet, sondern dass auch das HR-Marketing eine ganz entscheidende Rolle dabei spielt. Das HR-Marketing kann für ein Unternehmen sehr entscheidend sein. Viele Unternehmen nutzen dieses Instrument jedoch zu wenig, obwohl es ein sehr wichtiges Instrument für das Employer Branding also die Arbeitgebermarke darstellt.
Wo soll man anfangen, wenn man das Employer Branding über Social Media ausbauen möchte? Nein, es reicht nicht, Bewertungsplattformen wie Kununu zu verbessern, da steckt mehr dahinter.
Einerseits gibt es heutzutage haufenweise Möglichkeiten, wie Stellenanzeigen über Social Media gepostet werden können und damit auch durch viele potenzielle Arbeitsuchende gesehen werden. Der Inhalt in Stellenanzeigen soll sich von konventionellen Anzeigen unbedingt unterscheiden. Mit spannenden wie auch emotionsauslösenden Firmenbeschreibungen und interessanten Vorteilen für Mitarbeiter kann die Attraktivität des Jobs nochmals um einiges gesteigert werden. Das Unternehmen sollte hervorstreichen, was es anders macht als andere Unternehmen, das weckt Interesse.
Employer Branding
Quelle: Basierend auf LEITHAMMEL (10.09.2018)
LinkedIn und Xing sind Plattformen, die dafür bekannt sind, dass Unternehmen darüber potenzielle Arbeitsnehmende rekrutieren möchten. Aber auch Facebook bietet tolle Möglichkeiten, gerade über diese sehr grosse Reichweite Job-Anzeigen zu verbreiten. Das sind geeignete Optionen, mit denen man auch potenzielle Arbeitnehmende erreicht, die bei der Konkurrenz angestellt sind und vielleicht auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind. Gemäss einer Studie von LinkedIn stimmen über 80% der teilgenommenen Unternehmen zu, dass das Employer Branding einen wichtigen Einfluss auf das Rekrutieren von jungen Talenten hat (Slideshare, 31.10.2012).
Andererseits bieten Plattformen wie Instagram, Facebook und Snapchat eine grosse Reichweite, die auf unterschiedlichste Art und Weise genutzt werden kann (Statista, o.D.). Unternehmen sollten beginnen, über ihre Mitarbeiter und ihre Anlässe Geschichten zu erzählen. Und es ist essentiell, dass das Unternehmen seine Werte, die die Firmenkultur stark machen, kommuniziert. Doch wie soll das in der Umsetzung denn überhaupt aussehen? Ganz einfach: Was lieben Social Media User am meisten? Bilder und Videos. Die Posts sollen so gut gemacht sein, dass die Mitarbeiter auch Fans dieser Posts werden und diese aus Überzeugung liken und teilen. Natürlich darf bei Viewers kein Gefühl entstehen, dass die Szenen und Beiträge gesucht und aufgesetzt wirken. Authentizität ist hierbei ausschlaggeben und verleiht den Viewers häufig ein vertrautes Gefühl und weckt mit Sicherheit auch Interesse.
Wenn Mittel wie diese, die ich genannt habe, gut eingesetzt werden, werden Bewertungsplattformen wie Kununu zu besseren Bewertungen und Kommentaren kommen. Ich bin überzeugt, dass diese Social Media Möglichkeiten das HR-Marketing bzw. das Employer Branding zu günstigen Konditionen auf eine natürliche und authentische Art und Weise verbessern können.
Quellen:
LEITHAMMEL. (10.09.2018). Trend erklärt: Führungsstile der Zukunft. Was ist EMPLOYER BRANDING?