Kollaboration im Studium

Die Digitale Zusammenarbeit mit Hilfe des Internets
Das Arbeiten mit Social Software, welche die menschliche Kommunikation und Kollaboration unterstützt, nimmt zunehmend an Bedeutung an. Gerade im Jahr 2020 mit der COVID-19 Pandemie, kam diese moderne Arbeitsweise und deren Potential erst richtig zum Vorschein. Davor stiessen diese Arbeitsweisen oft auf Ablehnung oder man kannte schlicht deren Potential nicht. Man setzte sich lieber in ein Flugzeug statt die modernen, digitalen Technologien zu verwenden. Die bestehenden Hemmnisse für diese Tools waren zu gross um sie ohne Zwang anzuwenden. Die Pandemie führte zu einer schlagartigen Umstellung.
Tools wie Microsoft Teams, Skype for Business, BigBlueButton oder Zoom nahmen markant an ihrer Bekannt- und Beliebtheit zu. Zeitliche und Räumliche Abtrennungen stellen plötzlich keine Hindernisse mehr dar, das digitale Zusammenarbeiten gelangt in das Bewusstsein der Gesellschaft. Die Einstellung dazu ändert sich Grundlegend, man erkennt viele positive Eigenschaften, wie z.B. die Zeit für das Pendeln, welche komplett entfällt. Auch die zunehmende Effizienz ist ein Thema. Nebenbei reduziert sich auch die Umweltbelastung.
Wie praktisch und effizient diese Tools genutzt werden können und wie einfach diese Anwendungen funktionieren, dies lässt sich erst nach einer effektiven Nutzung verstehen. Vor ca. einem Jahr konnte sich wohl kaum ein Student der OST (damals FHS St. Gallen) vorstellen, den Unterricht völlig und ganz von zu Hause aus zu verfolgen. Mittlerweiler stehen viele Studenten in der Schweiz vor dem Abschluss des zweiten Semesters, welches komplett via Homeschooling durchgeführt wurde. Sich am Morgen vor den Computer zu setzen und die Webcam einzuschalten wurde zum Alltag.
Für mich, als Student im Teilzeitstudium, ist die Zeitersparnis, welche durch das Wegfallen des Pendelns zwischen Fachhochschule, Arbeit und Zuhause entsteht, extrem wertvoll. Man verfügt über mehr Zeit für das Selbststudium, das Hobby, den Job und auch für den Haushalt. Gerade für Randlektionen, welche Abends oder am Wochenende stattfinden, erachte ich das Homeschooling als sehr sinnvoll. Jedoch für ganze Schultage wünsche ich mir den Präsenzunterricht zurück, die sozialen Kontakte fehlen einem. Ich bin wirklich froh, dass ich mein Studium vor dem Lockdown starten konnte und dadurch meine Klassenkameraden auch persönlich kenne. Ohne diese persönliche Bekanntschaft würde mir das Homeschooling eindeutig viel schwerer fallen.
QUELLEN:
VORLESUNG „SOCIAL MEDIA UND KOLLABORATIONSMANAGEMENT“ VOM 05. NOVEMBER 2020, DOZENT: HANS-DIETER ZIMMERMANN
SCHWEIZER SOCIAL COLLABORATION STUDIE 2020