LinkedIn und Xing die Business Netzwerke sind auf dem Vormarsch und lösen kontinuierlich die alte «Papierform – Bewerbung» ab. Für viele Menschen ist das Erstellen eines solchen Profils selbstverständlich, schon fast unerlässlich, wenn es um die eigene Vermarktung auf dem Arbeitsmarkt geht.
Auf den Business Netzwerken kann ein Profil erstellt werden, auf welchem man sich selbst vermarktet. Es werden der persönliche Werdegang, sowie Fachkompetenzen angegeben und dies wird mit einem schönen und professionellen Profilfoto untermalt. Das Ziel ist es, möglichst attraktiv für potenzielle Arbeitgebende zu sein. Dies nicht mehr nur dann, wenn man effektiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitgebenden ist, sondern auch, wenn man im Moment beruflich eingebunden ist. Man kann sich auf LinkedIn als «Open Candidat» deklarieren und zeigt somit, dass man offen ist für neue Karrieremöglichkeiten, ohne dass der derzeitige Arbeitgebende davon weiss. Dies ist natürlich auch interessant für Arbeitgebende. Denn die Business Netzwerke werden vermehrt auch von diesen aktiv genutzt, um interessante Arbeitnehmende anzuwerben oder eben abzuwerben.
Noch vor ein paar Jahren galt es als Tabu, bei der Konkurrenz offen Mitarbeitende abzuwerben. Dies ist aber mit Plattformen wie LinkedIn oder Xing einfacher geworden und wird in der Gesellschaft vermehrt als normal angesehen (vgl. Schmid, 2016). Somit gilt das Selbstmarketing nicht nur für die Arbeitnehmenden, sondern auch für die Arbeitgebenden. Diese erstellen ebenfalls ein Profil von sich, um für Arbeitnehmende attraktiv zu sein. Hier kommen dann auch Plattformen wie kununu ins Spiel. Auf dieser Seite stellt sich ein Unternehmen vor und wird dann von den Mitarbeitenden oder Personen, welche sich beworben haben bewertet.
Es können verschiedenste Bereiche bewertet werden. Hier ein Beispiel:
Bewertungsraster kununu, gefunden am 03.12.2018
In Bezug auf Business Netzwerke ist dies einer der Punkte, welchen ich als positiv bewerte. Denn es sind nicht nur die arbeitssuchenden Menschen im Zugzwang immer professioneller und beruflich attraktiver zu werden, sondern auch die Unternehmen. Durch Seiten wie kununu müssen sie jederzeit damit rechnen, von ihren Mitarbeitenden bewertet zu werden und dies kann sowohl positive als auch negative Folgen für eine Unternehmung haben.
Im Allgemeinen begutachte ich die Business Netzwerke als sehr kritisch. Wahrscheinlich hat dies auch damit zu tun, dass ich mich bis anhin nicht mit Business Netzwerken beschäftigt habe und diese für meine beruflichen Tätigkeiten bis jetzt nicht relevant waren. Ebenfalls habe ich Mühe mit dem Gedanken, dass sie einmal auch für mich relevant werden könnten. Ich besitze kein Facebook, kein Instagram und somit auch kein LinkedIn oder Xing. Für mich ist diese Selbstvermarktung, sei es jetzt im privaten oder beruflichen Bereich, nicht verständlich. Ebenfalls werden für mich auf Seiten wie LinkedIn und Xing Kompetenzen wie die Sozial- oder Selbstkompetenz zu wenig beachtet. Das Augenmerk wird hauptsächlich auf die Fachkompetenz gelegt. Für mich als angehende Sozialarbeiterin ist diese Haltung nicht verständlich und wird uns auch anders vermittelt. Somit kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Plattformen in naher Zukunft für diesen beruflichen Bereich relevant sein werden. Jedoch ist es mir wichtig, mich weiterhin darüber auf dem Laufenden zu halten und auch die Möglichkeiten zu erkennen, welche diese Seiten mit sich bringen.
Literaturverzeichnis:
Schmid, Samuel. (2016). Wie LinkedIn den Arbeitsmarkt aufmischt. Gefunden am 03. Dezember 2018 unter https://www.handelszeitung.ch/management/wie-linkedin-den-arbeitsmarkt-aufmischt-1041629
Quellenverzeichnis:
Abbildung 1: Gefunden am 03.12.2018 auf https://www.kununu.com/ch/2/bewerten