{"id":761,"date":"2018-11-22T14:41:11","date_gmt":"2018-11-22T14:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=761"},"modified":"2018-12-09T07:10:32","modified_gmt":"2018-12-09T07:10:32","slug":"kollaboration-im-studium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=761","title":{"rendered":"Social Collaboration hilft, ist jedoch nicht immer das Gelbe vom Ei"},"content":{"rendered":"<p>Da in der Wissensarbeit der Austausch, Zusammenarbeit und die Vernetzung immer wichtiger werden, r\u00fccken vielf\u00e4ltige Social Media-Anwendungen als ideale Instrumente ins Blickfeld (Gr\u00e4ther &amp; Prinz, 2013). Das Studium ist ein wichtiger Teil der Wissensarbeit, weshalb Social Collaboration in Gruppenarbeiten eine bedeutende Rolle spielt. Jedoch was bedeutet der Begriff Social Collaboration? Laut Leimeister (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11576-010-0234-2\">2010, S. 241<\/a>) entsteht Social Collaboration durch Partizipation von Nutzern in Social-Software-Anwendungen im Bereich der Zusammenarbeit. Als bekannteste Beispiele wird oft die Form von Wikis wie die Online-Enzyklop\u00e4die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wikipedia:Hauptseite\">Wikipedia<\/a>.<\/p>\n<h4><strong>Wie stark wird interagiert?<\/strong><\/h4>\n<p>Der Grad der Interaktion kann anhand von einer einfachen Frage erkl\u00e4rt werden und zwar \u00abWas m\u00f6chten Sie machen?\u00bb Die Antwort gibt Aufschluss, in welche Stufe interagiert wird. So bedeutet \u00ab<strong>informieren\u00bb<\/strong> <strong>Grad 1<\/strong>, <strong>\u00abin Dialog treten\u00bb Grad 2<\/strong>, <strong>\u00abein Projekt koordinieren\u00bb Grad 3<\/strong> oder <strong>\u00abzusammenarbeiten\u00bb Grad 4<\/strong> (siehe untenstehende Abbildung). (<a href=\"https:\/\/elearning.fhsg.ch\/mod\/url\/view.php?id=168942\">Raffl, Lucke, M\u00fcller, Zimmermann &amp; Vom Brocke, 2014, S. 41<\/a>)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1268\" src=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Grad-der-Zusammenarbeit.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Grad-der-Zusammenarbeit.png 593w, https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Grad-der-Zusammenarbeit-300x141.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<h4><strong>Social Collaboration revolutioniert die Zusammenarbeit<\/strong><\/h4>\n<p>War fr\u00fcher die Kollaboration an einen Ort gebunden, k\u00f6nnen heute Menschen ortsunabh\u00e4ngig und zeitlich flexibel an einem Projekt zusammenarbeiten, was internationale Teams und die Zusammenarbeit der jeweils besten Wissenstr\u00e4ger erm\u00f6glicht (<a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-531-92437-3_16\">D\u00f6bler, 2011, S. 2<\/a>). Dies klingt extrem lukrativ f\u00fcr Organisationen. Jedoch m\u00fcssen einige Voraussetzungen erf\u00fcllt sein, dass die Social Collaboration im Alltag integriert werden kann (<a href=\"https:\/\/elearning.fhsg.ch\/mod\/resource\/view.php?id=168940\">Zimmermann, 2018, Folie 12<\/a>):<\/p>\n<ul>\n<li>Bewusstsein freier Wissensaustausch<\/li>\n<li>Kultur von gemeinsamen Arbeiten, Teilen und gegenseitigem Vertrauen<\/li>\n<li>Unternehmenskultur: selbst\u00e4ndigen Steuerung von Teams anstelle von hierarchischen Sturkturen und zentralen F\u00fchrung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der folgender <a href=\"https:\/\/youtu.be\/JwTVhiWCRk4?t=23\">TED Talk<\/a> zeigt auf, wie Unternehmen dank Social Collaboration effizienter kommunizieren k\u00f6nnen. Ebenfalls wurde einleuchtend dargelegt, weshalb der Wandel zu solchen Tools bereits in den K\u00f6pfen beginnen muss (siehe ab 11:17). (Aberle, 2013)<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"810\" height=\"456\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JwTVhiWCRk4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h4><strong>Eigene Erfahrungsberichte<\/strong><\/h4>\n<p>F\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.google.ch\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=2ahUKEwj9u8_4i5DfAhWFK1AKHVmhBj8QFjAAegQIBxAC&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.fhsg.ch%2Fwtt.nsf%2FlistEntries%2Fde-28.08.2018-customer-journey-eine-reise-durch-die-schmuckweltbrpraxisprojekt-marktforschungfuer-die-rhomberg-schmuck-ag%2F%24FILE%2FFHS_PPR22018_Rhomberg.pdf&amp;usg=AOvVaw32Fj0OysZdJrs15ek8jOtx\">letzte Praxisprojekt<\/a> nutze unser Projektteam vorwiegend die Kollaborationstools SharePoint (Grad 4, \u00abzusammenarbeiten\u00bb) und WhatsApp (Grad 2, \u00abin Dialog treten\u00bb). \u00a0SharePoint erm\u00f6glicht das gleichzeitige Bearbeiten in einem Office-Dokument. Der einzige Nachteil war, dass die vorgenommenen \u00c4nderungen von Mac-Usern teilweise nicht sauber gespeichert wurden. Die interne elektronische Kommunikation fand ausschliesslich in einer WhatsApp-Gruppe statt. Bekanntlich ist die schriftliche Kommunikation anf\u00e4llig f\u00fcr Missverst\u00e4ndnisse. Wir beschlossen deshalb bereits zu Beginn des Projektes, dass wir WhatsApp nur in Ausnahmef\u00e4llen benutzen und alle Anliegen bei pers\u00f6nlichen Besprechungen kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Im kommenden Semester habe ich die M\u00f6glichkeit, gemeinsam mit drei Studierenden der FHS St.Gallen und drei Studierenden aus Shanghai einen Auftrag f\u00fcr ein Schweizer Unternehmen zu erf\u00fcllen. Ohne Social Collaboration k\u00f6nnten wir dieses Projekt wohl kaum bew\u00e4ltigen. Als Collaboration-Tool f\u00fcr die Dateiablage werden wir ebenfalls SharePoint nutzen (Stufe 4, \u00abzusammenarbeiten\u00bb). Die Kommunikation erfolgt via <a href=\"https:\/\/www.wechat.com\/en\/\">WeChat<\/a>, wo auch Video-Calls m\u00f6glich sind (Stufe 3, \u00abkoordination\u00bb). Zwar k\u00f6nnen bei Videoanrufen Reaktionen besser interpretiert werden als bei schriftlicher Kommunikation. Es gibt jedoch ein grosses Problem \u2013 der Kontext fehlt (siehe folgende Abbildung). Und genau der emotionale Austausch und informelle Austausch ist besonders wichtig, um Vertrauen aufzubauen. (<a href=\"https:\/\/elearning.fhsg.ch\/mod\/resource\/view.php?id=154678\">Uehlinger, 2015, Folie 6<\/a>)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1269\" src=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Kontext.png\" alt=\"\" width=\"401\" height=\"243\" srcset=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Kontext.png 623w, https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Kontext-300x182.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/p>\n<p>Als pers\u00f6nliches Fazit bringt es das Zitat vom F\u00fchrungs- und Kommunikationsexperten Martin Zenh\u00e4user auf den Punkt: \u00abMenschen brauchen W\u00e4rme, Wertsch\u00e4tzung, Liebe, Lob, Orientierung. Diese Bed\u00fcrfnisse k\u00f6nnen wir mit dem direkten Kontakt erf\u00fcllen [&#8230;]. Die modernen Technologien k\u00f6nnen uns dabei unterst\u00fctzen und manche Prozesse und Abl\u00e4ufe erleichtern. Sie ersetzten jedoch nicht den pers\u00f6nlichen Kontakt.\u00bb (<a href=\"https:\/\/zen-com.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/kmu-magazin-cdc-kolumne-ich-kommuniziere-noch-pers%C3%B6nlich-10-2018.pdf\">Zenh\u00e4user, 2018, S. 62<\/a>)<\/p>\n<h4>Literatur<\/h4>\n<p>Aeberle, M. (Produzent). (2013, 7. Juli). <em>TEDx Talks: <\/em><em>Zero Email \u2013 effizienter Kommunizieren mittels Social Collaboration<\/em> [Video]. Abgerufen von https:\/\/youtu.be\/JwTVhiWCRk4?t=23<\/p>\n<p>D\u00f6bler, T. (2010). Wissensmanagement: Open Access, Social Networks, E-Collaboration. In W. Schweiger &amp; K. Beck (Hrsg.), <em>Handbuch Online-Kommunikation<\/em> (S. 385\u2013408). Wiesbaden: VS Verlag f\u00fcr Sozialwissenschaften. https:\/\/doi.org\/10.1007\/978-3-531-92437-3_16<\/p>\n<p>Gr\u00e4ther, W., &amp; Prinz, W. (2013). L\u00f6sungsans\u00e4tze zur Nutzung von Social Media in KMUs. In T. Arns et al. (Hrsg.), <em>15. Kongress fu\u0308r Wissensmanagement und Social Media: Wissensmanagement und Social Media \u2013 Markterfolg im Innovationswettbewerb<\/em> (S. 113\u2013120). Hanau: Bitkom.<\/p>\n<p>Leimeister, J. M. (2010). Kollektive Intelligenz. <em>WIRTSCHAFTSINFORMATIK<\/em>, 52(4), 239\u2013242. https:\/\/doi.org\/10.1007\/s11576-010-0234-2<\/p>\n<p>Raffl, C., Lucke, J. von, M\u00fcller, O., Zimmermann, H.-D., &amp; Vom Brocke, J. (Hrsg.). (2014). <em>TosiT: the open societal innovation toolbox &#8211; Werkzeuge f\u00fcr offene gesellschaftliche Innovation<\/em><em>\u202f<\/em><em>; Handbuch<\/em><em>\u202f<\/em><em>; Beitr\u00e4ge des Forschungsprojektes der Internationalen Bodensee-Hochschule \u00abeSociety Bodensee 2020\u00bb zur offenen gesellschaftlichen Innovation<\/em> (3. Aufl). Berlin: Epubli.<\/p>\n<p>Uehlinger, C. (2015). <em>Intercultural Communication for International Management: Handlungsoptionen <\/em>[PowerPoint Pr\u00e4sentation]. Abgerufen von https:\/\/elearning.fhsg.ch\/mod\/resource\/view.php?id=154678<\/p>\n<p>Zenh\u00e4user, M. (2018, Oktober). \u00abIch kommuniziere pers\u00f6nlich\u00bb. <em>KMU-Magazin, <\/em>(10). 62\u201363. Abgerufen von https:\/\/zen-com.com\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/kmu-magazin-cdc-kolumne-ich-kommuniziere-noch-pers%C3%B6nlich-10-2018.pdf<\/p>\n<p>Zimmermann, H. (2018, 7. November). <em>IKSM HS 2018: Social Media und Kollaborationsmanagement<\/em> [Pr\u00e4sentationsfolien]. Abgerufen von https:\/\/elearning.fhsg.ch\/mod\/resource\/view.php?id=168940<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da in der Wissensarbeit der Austausch, Zusammenarbeit und die Vernetzung immer wichtiger werden, r\u00fccken vielf\u00e4ltige Social Media-Anwendungen als ideale Instrumente ins Blickfeld (Gr\u00e4ther &amp; Prinz, 2013). Das Studium ist ein wichtiger Teil der Wissensarbeit, weshalb Social Collaboration in Gruppenarbeiten eine bedeutende Rolle spielt. 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