{"id":450,"date":"2017-12-06T22:50:38","date_gmt":"2017-12-06T22:50:38","guid":{"rendered":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=450"},"modified":"2017-12-06T22:50:38","modified_gmt":"2017-12-06T22:50:38","slug":"social-media-im-gesundheitswesen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=450","title":{"rendered":"Social Media im Gesundheitswesen (Teil 2)"},"content":{"rendered":"<p>Welche M\u00f6glichkeiten gibt es f\u00fcr \u00c4rzte, sowie Organisationen im Gesundheitswesen die Sozialen Netzwerke zu nutzen? Im ersten Teil habe ich \u00fcber die Chancen von Social Media f\u00fcr Laien geschrieben. Im zweiten Teil m\u00f6chte ich mehr auf das professionelle Informationsmanagement eingehen.<\/p>\n<p>\u00c4rzte nutzen Social Media Plattformen, um in fachspezifischen Foren miteinander zu kommunizieren. So besteht die M\u00f6glichkeit eine Zweitmeinung einzuholen oder sich mit Spezialisten zu besprechen. Auf der Seite<a href=\"http:\/\/flexikon.doccheck.com\/de\/DocCheck\"> DocCheck.com Ask<\/a> wird \u00c4rzten erm\u00f6glicht Kollegen um Rat zu fragen oder ungel\u00f6ste Medizinf\u00e4lle gemeinsam zu diskutieren.<\/p>\n<p>Eine Studie von der John Hopkins University in Baltimore zeigt, wie sich das Gesundheitswesen Social Media Plattformen zunutze machen kann. Sie untersuchten im Jahr 2012 den Effekt von der Sozialen Netwerk Plattform <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/\">Facebook <\/a>auf die Neuregistration von Organspendern. Auf Facebook gibt es die M\u00f6glichkeit anzugeben, ob man Organspender\/in ist. Innerhalb von zwei Wochen registrierten sich fast 39 818 Spender online, insgesamt mehr als 30 000 Neuregistrationen als erwartet ohne Facebook. Am ersten Tag registrierten sich mehr, als die 20-fache Anzahl. <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/ajt.12312\/full\">(Cameron, 2013)<\/a><\/p>\n<p>Kliniken nutzen zwar das Internet, Soziale Netzwerke aber kaum. L\u00e4ngst nicht in allen Krankenh\u00e4usern besteht eine PR- und Marketing-Abteilung. Obwohl klar ist, dass Patienten als Kunden in Zukunft mehr umworben werden m\u00fcssen. Mit Qualit\u00e4tsberichten, die Spitaler ver\u00f6ffentlichen m\u00fcssen, wird dies aber nicht gelingen. Denn sie sind f\u00fcr normale Nutzer kaum interpretierbar. <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/fileadmin\/kliniken\/medinforma\/Texte\/2010_06_003.pdf\">(Wirth, 2010, S. 13)<\/a> Es ist sinnvoll Zahlen zur Behandlungsqualit\u00e4t, Patientenzufriedenheit und -sicherheit zu zeigen. Denn Patienten entscheiden sich nat\u00fcrlich eher f\u00fcr ein Spital, das eine niedrige Komplikationsrate hat. Das geht aber dann mehr um sinnvolle Marketinginstrumente, als um Social Media.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Kliniken sind Versicherungen und pharmazeutische Industrien sehr aktiv auf Social Media. Viele betreiben eigene Seiten und verfassen Blogeintr\u00e4ge. Pharmafirmen lassen von erfahrenen Bloggern Beitr\u00e4ge erstellen, um sich eine Community an Interessierten aufzubauen. Die Krankenkassen erhoffen sich eine langfristige Kostenreduktion, indem sie Kunden durch Bonusprogramme animieren, ihr Gesundheitsverhalten zu \u00e4ndern. <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/fileadmin\/kliniken\/medinforma\/Texte\/2010_06_003.pdf\">(Wirth, 2010, S. 14)<\/a><\/p>\n<p>Pharmafirmen nutzen aber das Internet nicht in erster Linie, um Kunden f\u00fcr ihre Produkte zu werben, sondern um mit ihnen in eine Diskussion zu treten. Dies wird Online-Reputationsmanagement genannt. \u201eDamit wird Social Media als eine Art von Customer Relationship Marketing zu einer ernstzunehmenden Alternative zum klassischen Pharma-Marketing jenseits von Anzeigen, Brosch\u00fcren und Pressemitteilungen.\u201c <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/fileadmin\/kliniken\/medinforma\/Texte\/2010_06_003.pdf\">(Wirth, 2010, S. 14)<\/a><\/p>\n<p>Social Media Gegner sehen die Qualit\u00e4t von online ver\u00f6ffentlichten medizinischen Informationen als kritisch. Vor allem, wenn davon ausgegangen wird, dass nur 15 Prozent der Surfer die Quelle und Aktualit\u00e4t ihrer Suchergebnisse kontrollieren, sieht es eher negativ aus. Bef\u00fcrworter halten dagegen, dass es gerade die Vernetzung sei, die verhindere, dass schlechte Informationen allzu lange im Netz blieben. Es ist vergleichbar mit Wikipedia, wo die Intelligenz auf einem kollektiven System beruht. Health on the Net, ist eine NGO, die zudem die Qualit\u00e4t der Information auf Gesundheitsseiten \u00fcberpr\u00fcft. <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/fileadmin\/kliniken\/medinforma\/Texte\/2010_06_003.pdf\">(Wirth, 2010, S. 14)<\/a><\/p>\n<p>Abschliessend kann gesagt werden, dass Social Media einen grossen Einfluss aufs Gesundheitswesen hat. Meiner Meinung nach sollte viel mehr daf\u00fcr investiert werden, da es sehr viel Potenzial hat. Sofern die Probleme mit der Informationsqualit\u00e4t und der Datensicherheit gel\u00f6st werden, k\u00f6nnte es zu Kostenreduktion und zu besser verf\u00fcgbaren Dienstleistungen im Gesundheitswesen f\u00fchren, vor allem aber zu mehr Effizienz. Ich bin sehr gespannt, wie es sich in Zukunft entwickeln wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche M\u00f6glichkeiten gibt es f\u00fcr \u00c4rzte, sowie Organisationen im Gesundheitswesen die Sozialen Netzwerke zu nutzen? 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