{"id":448,"date":"2017-12-06T22:50:23","date_gmt":"2017-12-06T22:50:23","guid":{"rendered":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=448"},"modified":"2017-12-06T22:50:23","modified_gmt":"2017-12-06T22:50:23","slug":"social-media-im-gesundheitswesen-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=448","title":{"rendered":"Social Media im Gesundheitswesen (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Ist es m\u00f6glich soziale Netzwerke f\u00fcr das Gesundheitswesen zu nutzen?\u00a0 Wie wird es bisher umgesetzt? In meinem ersten Blogeintrag werde ich aus der Sicht von Menschen mit einer Krankheit und Laien, die im Netz Hilfe suchen eingehen.<\/p>\n<p>Die Zunahme von chronischen Krankheiten ist steigend. Unser Gesundheitssystem muss sich ausbauen, um die stetig steigenden Kosten in den Griff zu bekommen. Menschen mit einer chronischen Krankheit haben ihr Leben lang mit ihrer Krankheit k\u00e4mpfen. Dies f\u00fchrt zu Einschr\u00e4nkungen im allt\u00e4glichen Leben, sowie physischen und psychischen Defiziten. Sie brauchen viel Unterst\u00fctzung und suchen Rat im Umgang mit ihrer Erkrankung. Es gibt eine Vielzahl an Kommunikationsm\u00f6glichkeiten auf Sozialen Netzwerken.<\/p>\n<p>Einige stellen ihre Erfahrungen in Form eines Blogs bereit. Auf sogenannten Patient Communities vernetzen sich Patienten untereinander. Viele tauschen anonym ihre Gesundheitsdaten aus und sind offen, ihr Wissen zu teilen. Man k\u00f6nnte dies kritisch betrachten, da es ein Austausch von Laien untereinander ist und nicht mit einem Lehrbuch verglichen werden kann. Dennoch ist das Wissen evidenzbasiert, da es sich um Erfahrungen von Patienten mit Medikamenten oder Therapien handelt. Dieses Wissen hat Auswirkung auf die Selbstdiagnose, Arztwahl oder Vorliebe f\u00fcr eine Therapie. <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/fileadmin\/kliniken\/medinforma\/Texte\/2010_06_003.pdf\">(Wirth, 2010, S. 13)<\/a><\/p>\n<p>Zu den bekanntesten Plattformen geh\u00f6ren: Facebook, Instagram, Youtube oder Twitter. Bei meiner Recherche auf Facebook bin ich auf viele Gruppen von Betroffenen mit unterschiedlichsten Krankheiten gestossen. Ich entdeckte, dass Facebook eine Art Selbsthilfegruppe 2.0 ist. Betroffenen k\u00f6nnen mit Gleichgesinnten \u00fcber das Leben mit ihrer Krankheit austauschen. Der Vorteil dabei ist, dass zu jeder Zeit an jedem Ort ein Austausch stattfinden kann. Durch ein Soziales Netzwerk, wie Facebook stehen alle M\u00f6glichkeiten offen. Des Weiteren erm\u00f6glicht es Betroffene mit einer sehr seltenen Erkrankung den Kontakt zu Anderen.<\/p>\n<p>Wer auf Instagram das Hashtag <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/explore\/tags\/hospitalglam\/?hl=de\">#HospitalGlam<\/a> eingibt findet \u00fcber 6000 Beitr\u00e4ge von kranken Menschen im Spital. Hashtags sind Suchbegriffe, mit denen man Bilder findet. Wer will, kann so Menschen in einer \u00e4hnlichen Situation finden und f\u00fchlt sich dadurch nicht allein. So k\u00f6nnen sich Betroffenen gegenseitig st\u00e4rken und Mut machen.<\/p>\n<p>Patientennetzwerke haben viel Potenzial in der digitalen Kommunikation. Durch den demographischen Wandel zu einer immer \u00e4lter werdenden Gesellschaft, nimmt die Bedeutung von Gesundheit und Krankheit mehr und mehr zu. Patienten nutzen das Internet f\u00fcr den Austausch untereinander \u00fcber Symptome, Therapien, Medikationen oder um mit Fachpersonen in Kontakt zu treten. <a href=\"http:\/\/www.unimedizin-mainz.de\/fileadmin\/kliniken\/medinforma\/Texte\/2010_06_003.pdf\">(Wirth, 2010, S. 13)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.orpha.net\/consor\/cgi-bin\/index.php\">Orpha.net<\/a> ist eine Plattform von Experten gef\u00fchrt, die sich an Patienten und deren Angeh\u00f6rige, sowie Fachleute richten. Ihr Ziel ist es die Verbesserung der Diagnose und Behandlung seltener Krankheiten. Neben einer Online-Enzyklop\u00e4die werden Informationen zu Leistungsangeboten, wie Spezialambulanzen, Diagnostiklabors, aktuelle Forschungsprojekte und Selbsthilfegruppen zur freien Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Ich bin auf eine weitere interessante Internetseite gestossen. Auf <a href=\"https:\/\/www.ksm-somnet.ch\/de\/online-schlaftherapie\">ksm-somnet.ch<\/a> gibt k\u00f6nnen Patienten an einer online Schlaftherapie teilnehmen. Dabei f\u00fcllen sie t\u00e4glich bequem Zuhause den Fragebogen aus und erhalten von Schlaftherapeuten zeitnah eine Schlafanalyse, sowie im Chat pers\u00f6nliche Tipps und Tricks. Es erspart einen langen Spitalaufenthalt, hohe Kosten und Patienten k\u00f6nnen in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.<\/p>\n<p>Ich finde es sehr wichtig, dass sich Patienten in Foren untereinander austauschen k\u00f6nnen. Ich denke, die Betroffenen setzen sich somit mehr mit ihrer Krankheit auseinander und dadurch nimmt die Adh\u00e4renz zu. Die Patienten nehmen aktiv an der verordneten Therapie teil und k\u00fcmmern sich stark um ihre Gesundheit. Betroffenen isolieren sich weniger, weil sie ihre Probleme und \u00c4ngste mit Menschen in einer gleichen Situation austauschen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist es m\u00f6glich soziale Netzwerke f\u00fcr das Gesundheitswesen zu nutzen?\u00a0 Wie wird es bisher umgesetzt? In meinem ersten Blogeintrag werde ich aus der Sicht von Menschen mit einer Krankheit und Laien, die im Netz Hilfe suchen eingehen. Die Zunahme von chronischen Krankheiten ist steigend. 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