{"id":3763,"date":"2021-11-23T20:00:00","date_gmt":"2021-11-23T20:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=3763"},"modified":"2021-11-23T20:48:49","modified_gmt":"2021-11-23T20:48:49","slug":"social-media-marketing-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=3763","title":{"rendered":"Social Media Marketing"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Artikel von <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/neon\/wilde-welt\/gesellschaft\/instagram--wenn-influencer-ihre-kinder-fuer-ein-paar-likes-benutzen-8154532.html\">Stern<\/a> beschreibt treffend, wie Influencer*innen ihre Reichweite im Netz benutzen, um Produkte und damit auch sich selbst zu vermarkten. Daf\u00fcr nehmen sie extreme Einschnitte in die Privat- und Intimsph\u00e4re in Kauf. Problematisch wird es dann, wenn erwachsene Personen Kinder f\u00fcr den eigenen Erfolg missbrauchen. Immer h\u00e4ufiger werden Kinder von ihren Eltern zu Werbezwecken und damit zum Geldverdienst benutzt. Kinder sind vom <a href=\"https:\/\/fedlex.data.admin.ch\/filestore\/fedlex.data.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/20130701\/de\/pdf-a\/fedlex-data-admin-ch-eli-cc-24-233_245_233-20130701-de-pdf-a.pdf\">Gesetz<\/a> her nicht m\u00fcndig, da sie weder vollj\u00e4hrig noch urteilsf\u00e4hig sind. Die Konsequenzen, welche ver\u00f6ffentlichte Bilder und Videos f\u00fcr deren sp\u00e4teres Leben mit sich bringen, sind f\u00fcr sie noch nicht oder nur beschr\u00e4nkt einsch\u00e4tzbar. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man sich aktuelle Studien von Statista anschaut, wird schnell klar, wie wichtig <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/463928\/umfrage\/wichtigste-social-media-plattformen-fuer-marketingverantwortliche\/\">Social Media Plattformen f\u00fcr Unternehmen<\/a> sind, um Kundschaft zu finden und zu binden. Weltweit dominiert <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/\">Facebook<\/a> bereits seit einigen Jahren, bekommt durch Tools wie Instagram, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/\">YouTube<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.tiktok.com\/\">TikTok<\/a> jedoch starke Konkurrenz. Werbung zielt darauf ab, von potenzieller Kundschaft wahrgenommen zu werden und deren Einstellung zu einem Produkt positiv zu beeinflussen, um ein entsprechendes Verhalten, wie beispielsweise den Kauf, herbeizuf\u00fchren. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein k\u00fcrzlich erschienenes Video zum Thema <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8kESpELLv_U\">&#8222;Wie Influencer ihre Kinder blossstellen&#8220;<\/a> zeigt die Gefahren von &#8222;Family-Blogger*innen&#8220; auf. Kinder in einem Alter zwischen drei und sieben Jahren k\u00f6nnen Werbung zwar als solche erkennen und unterscheiden, sie halten sie jedoch f\u00fcr wahrheitsgetreu, lustig und interessant. Werbung von Information zu unterscheiden, f\u00e4llt ihnen noch sehr schwer. Diese und weitere Informationen erh\u00e4lt man auf der Studie <a href=\"https:\/\/www.saferinternet.at\/fileadmin\/redakteure\/Footer\/Studien\/Kinder_im_Visier_von_Influencermarketing.pdf\">&#8222;Kinder im Visier von Influencer-Marketing&#8220;<\/a>. Family-Blogger*innen missachten die Privatsph\u00e4re ihrer Kinder und stellen teils sensibelste Daten, wie Wohnort, Alter des Kindes, Name, besuchte Schule, etc. scheinbar un\u00fcberlegt ins Netz. Dadurch gef\u00e4hrden sie den Schutz der Kinder, weil diese beispielsweise auch offline ausfindig gemacht werden k\u00f6nnten. Hier stellt sich demnach die Frage, ob Eltern wirklich alles posten d\u00fcrfen, was sie m\u00f6chten?<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise nicht. In der Schweiz wird der <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/24\/233_245_233\/de\">Pers\u00f6nlichkeitsschutz<\/a> in Art. 28 ZGB geregelt. Dieser besagt, dass eine Pers\u00f6nlichkeitsverletzung vorliegt, wenn entweder die Einwilligung der verletzten Person fehlt oder die Verletzung weder durch ein \u00fcberwiegendes privates oder \u00f6ffentliches Interesse und auch nicht durch das Gesetz gerechtfertigt ist. Ausserdem besitzt jede Person unabh\u00e4ngig von urheberrechtlichen \u00dcberlegungen das <a href=\"https:\/\/www.edoeb.admin.ch\/edoeb\/de\/home\/datenschutz\/Internet_und_Computer\/veroeffentlichung-von-fotos.html\">Recht am eigenen Bild<\/a>. Der <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1999\/404\/de#a13\">Artikel 13 der Bundesverfassung<\/a> regelt zudem den Schutz der Privatsph\u00e4re und besagt unter anderem, dass jeder Mensch Anspruch auf Achtung des Privatlebens hat. In der satirischen Aufarbeitung dieses Themas von Alicia Joe im Video <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=03_Jm883nAM\">&#8222;Familienblogger: Wenn Unterhaltung Jugendschutz gef\u00e4hrdet&#8230;&#8220;<\/a>,  spricht <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uYsld1MR8G0\">Rechtsanwalt Christian Solmecke<\/a>, welcher klarstellt, dass bis zum Alter von 14 Jahren die Eltern \u00fcber die Bilder ihrer Kinder entscheiden k\u00f6nnen, sofern diese keine besonders peinlichen Situationen zeigen. Dieses Recht gibt den Eltern den n\u00f6tigen Spielraum, um die eigenen Kinder zu Marketingzwecken zu benutzen, wenn nicht gar zu missbrauchen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema Marketing erachte ich seit geraumer Zeit recht kritisch. Mir ist bewusst, dass Unternehmen mittels gezielt gestreuter und optimal platzierter Werbung ihren Absatz und somit ihren Umsatz steigern k\u00f6nnen. Dabei geht jedoch oft vergessen, dass dieser Trend dazu beitr\u00e4gt, Menschen zu unn\u00f6tigen K\u00e4ufen zu beeinflussen. Ich bin der Meinung, dass wir Menschen geradezu trainiert werden, um zum Kaufen, was sich bestimmt nicht positiv auf unsere Umwelt auswirkt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Artikel von Stern beschreibt treffend, wie Influencer*innen ihre Reichweite im Netz benutzen, um Produkte und damit auch sich selbst zu vermarkten. Daf\u00fcr nehmen sie extreme Einschnitte in die Privat- und Intimsph\u00e4re in Kauf. Problematisch wird es dann, wenn erwachsene Personen Kinder f\u00fcr den eigenen Erfolg missbrauchen. 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