{"id":1535,"date":"2018-12-09T19:27:31","date_gmt":"2018-12-09T19:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=1535"},"modified":"2018-12-09T21:38:08","modified_gmt":"2018-12-09T21:38:08","slug":"soziale-arbeit-und-suchtpraevention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=1535","title":{"rendered":"Soziale Arbeit und Suchtpr\u00e4vention"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<h2>Was weist du \u00fcber Drogen und woher?<\/h2>\n<\/blockquote>\n<p>Im Rahmen des Praxisprojekts bearbeiten Studierende der Sozialen Arbeit einen Auftrag einer Institution. Da ich mit meiner Gruppe f\u00fcr eine Suchtberatungsstelle arbeiten werde, sah ich mich mal in den Weiten des Internets um, was sich den so finden l\u00e4sst wenn es ums Thema Drogen geht.<\/p>\n<p>Auf der <a href=\"https:\/\/www.be.suchtpraevention.org\/de\/home\">Webseite der Suchtpr\u00e4vention Bern<\/a> wird klar, dass es nicht darum geht den Konsum von irgendwelchen Substanzen einfach zu verhindern. Die moderne Suchtpr\u00e4vention versucht auch Menschen \u00fcber verschiedene Drogen und Genussmittel zu informieren. Die Suchtpr\u00e4vention setzt dazu auch einen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/user\/SuchtpraeventionBE\/featured\">YouTube-Kanal<\/a> ein. Darauf sind Beitr\u00e4ge zu verschiedenen Themen wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jvWkcV5grys\">Cannabis<\/a>. Leider ist die Zahl der Abonnements mit 3689 nicht gerade gross. Auch die Kommentarspalte- die grosse Chance um mit den ZuschauerInnen direkt in Kontakt zu treten- wird nur selten genutzt. Trotzdem bekommen die Videos f\u00fcr mich einen Daumen nach oben. Die Verantwortlichen haben erkannt, dass sich heute gerade auch junge Menschen vermehrt \u00fcber das Internet informieren. Dass ein Drogeninfo-Kanal Erfolg haben kann, zeigt das Beispiel des 28 j\u00e4hrigen <a href=\"https:\/\/youtube.fandom.com\/de\/wiki\/OPEN_MIND\">Simon Ruane<\/a> aus M\u00fcnchen. Mit 397&#8217;205 Abbos ist seine Reichweite um einiges gr\u00f6sser, als die der Suchtpr\u00e4vention Bern. Nat\u00fcrlich ist Simon weder Sozialarbeiter noch sonst wie Suchtberater. Entgegen einer \u00f6ffentlichen Anlaufstelle ist er auch nicht an politische Vorgaben gebunden. Seine Motivation f\u00fcr seinen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UCEtYtMoD26j2BJBJ4w_hM6w\">Kabal<\/a> (so nennt er ihn selber) beschreibt er in einem <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/de_at\/article\/nn55qd\/wir-haben-mit-dem-youtuber-gesprochen-der-sich-waehrend-des-drogenrausches-filmt-420\">Interview mit Vice<\/a>. Der Youtuber sieht sich selber als Aktivist f\u00fcr die Legalisierung aller Drogen. Trotzdem warnt er in seinen Videos auch vor den Gefahren der einzelnen Substanzen und weist immer wieder darauf hin, dass es wichtig ist Konsumpausen einzuhalten (z.B. bei <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XJUkF8MN4_I\">MDMA<\/a>). Ob er nun dazu beitr\u00e4gt Drogen zu verharmlosen in dem er sich auf <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8FWi2RyIr8M\">Pilzen<\/a> filmt, oder ob er einen Beitrag zu einem vern\u00fcnftigen Umgang leistet, dass sei hier offen gelassen. Fakt ist, Jugendliche nutzen YouTube h\u00e4ufig. Das\u00a0<a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/jugend\/izi\/deutsch\/ueber_uns.htm\">\u00a0IZI<\/a> (ein Institut des Bayrischen Rundfunks) gibt Zahlen \u00a0\u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/jugend\/izi\/deutsch\/Grundddaten_Jugend_Medien.pdf\">Mediennutzung von Jugendlichen<\/a>\u00a0heraus. Darin ist ersichtlich, dass YouTube auf der Beliebtheitsskala an erster Stelle steht, vor WhatsApp, Instagram, Snapchat und Facebook (vgl. S.44). Die Strategie der Beratungsstelle ist also richtig. Aus einem rein subjektiven Empfinden heraus sind Fachstellen trotzdem eher schwach in den Sozialen Medien vertreten. Der Kanal der Suchtberatung BE hat in der Vergangenheit mehr eigene Videologs produziert. Fast alle neueren Videos sind Beitr\u00e4ge von Fernsehanstalten aus dem deutschsprachigen Raum. Nach einiger Zeit fand ich sogar eine Masterarbeit zum Thema: Preisig, Sabine (2016);\u00a0<a href=\"https:\/\/www.feel-ok.at\/files\/kongress_publikationen\/2016_AlkoholpraeventionSozialenNetzwerken.pdf\"><em>Suchtpr\u00e4vention in den Sozialen Netzwerken:Die Nutzung von Facebook, YouTube &amp; Co.\u00a0zur Alkoholpr\u00e4vention bei Jugendlichen\u00a0<\/em><\/a><\/p>\n<p>Darin werden verschiedene Facebook-Seiten von Fachstellen untersucht. Nun was sich zeigt ist, dass das Betreiben von solchen Seiten sehr aufw\u00e4ndig ist. Es muss laufend neuer Inhalt generiert werden, zudem ver\u00e4ndert sich die Social-Media Nutzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen permanent. Preisig hat darin z.B. die Aktivit\u00e4t von verschiedenen Seiten betrachtet (vgl. S. 38). Ich habe mir darauf die Seiten selber angesehen. In zwei bis drei Jahren kann sich einiges \u00e4ndern. <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/bemyangel.ch\/\">Be my angel tonight<\/a>\u00a0sensibilisiert Partyg\u00e4ngerInnen darauf auf Alkohol zu verzichten wenn sie fahren. Die Beitr\u00e4ge sind aktuell, die Seite hat 1&#8217;626 Likes. Die zweite Seite welche ich besuchte war <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/roundaboutSchweiz\/\">roundabout<\/a>. Vom Blauen Kreuz gegr\u00fcndet, bietet die Organisation Tanzgruppen f\u00fcr junge M\u00e4dchen und Frauen an. Ihre Posts wirken moderner, doch ihre T\u00e4tigkeit hat eher im entfernteren Sinne mit dem eigentlichen Thema zu tun. Das Fazit ist etwas ern\u00fcchternd:<\/p>\n<p>Suchtberatungsstellen haben teilweise sehr informative Webseiten. Trotzdem f\u00e4llt es ihnen anscheinend oft schwer das Potential von Sozialen Medien f\u00fcr ihre Arbeit zu nutzen. Viele Fachstellen sind in ihrer <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1530 alignright\" src=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blur-bud-cannabis-1466335-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blur-bud-cannabis-1466335-300x200.jpg 300w, https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blur-bud-cannabis-1466335-768x512.jpg 768w, https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/blur-bud-cannabis-1466335-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Arbeit regional (logisch) orientiert aber eben auch finanziert. Wenn sie neben der eigentlichen Arbeit auch noch online aktiv sein sollten, k\u00f6nnen sie schnell an ihre Grenzen stossen. Doch was meint ihr? W\u00e4re eine rein virtuell arbeitende Fachstelle hilfreich? Oder leisten Drogenyoutuber sowieso einen besseren Job? Schaut doch mal Open-Mind an und schreibt mir, was ihr davon haltet, THX!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was weist du \u00fcber Drogen und woher? Im Rahmen des Praxisprojekts bearbeiten Studierende der Sozialen Arbeit einen Auftrag einer Institution. Da ich mit meiner Gruppe f\u00fcr eine Suchtberatungsstelle arbeiten werde, sah ich mich mal in den Weiten des Internets um, was sich den so finden l\u00e4sst wenn es ums Thema Drogen geht. 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