{"id":153,"date":"2017-11-03T11:12:04","date_gmt":"2017-11-03T11:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=153"},"modified":"2017-11-17T09:57:10","modified_gmt":"2017-11-17T09:57:10","slug":"medienpaedagogik-im-blickfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/?p=153","title":{"rendered":"Soziale Medien &#8211; Gefahr oder Chance f\u00fcr Jugendliche und Kinder? (Teil 1)"},"content":{"rendered":"<p>Cybermobbing, Datenraub, Pornografisierung, exzessive Mediennutzung, Ballerspiele \u2013 um nur einige negative Aspekte, welche mit digitalen Medien assoziiert werden, zu benennen. Unbestritten ist hier von erstzunehmende Themen die Rede, welche von medienp\u00e4dagogischer Relevanz sind. Somit stellt sich die Frage inwiefern sozialen Medien als eine Gefahr f\u00fcr Jugendliche und Kinder bezeichnet werden k\u00f6nnen und welche konkrete Rolle somit die Medienp\u00e4dagogik einnimmt.<a href=\"https:\/\/www.staempfliverlag.com\/detail\/ISBN-9783867362740\/\/Chancen-digitaler-Medien-f%FCr-Kinder-und-Jugendliche\"> (vgl. Lauffer, R\u00f6llecke, S.11, 2012)<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4here Beleuchtung des Aspekts \u00abCybermobbing\u00bb ist es unumg\u00e4nglich die 2016 erstellte repr\u00e4sentative <a href=\"https:\/\/www.google.ch\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=3&amp;ved=0ahUKEwjKi4XSnqLXAhUmAcAKHagGDKEQFggxMAI&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.zhaw.ch%2Fstorage%2Fpsychologie%2Fupload%2Fforschung%2Fmedienpsychologie%2Fjames%2F2016%2FErgebnisbericht_JAMES_2016.pdf&amp;usg=AOvVaw3jtqskqMAduYGw6wMGlzCK\">JAMES-Studie<\/a>, welche schweizweit 1100 Jugendliche zur Mediennutzung befragt hat, beizuziehen. 21 Prozent der Schweizer Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren gaben an, dass sie in den sozialen Netzwerken schon einmal fertiggemacht wurden. Zudem haben 12 Prozent der Jugendlichen es mindestens einmal erlebt, dass im Internet Falsches oder Beleidigendes \u00f6ffentlich \u00fcber sie verbreitet wurde. Weitere 33 Prozent der Jugendlichen gaben zu Protokoll, dass Fotos oder Videos ohne ihre Zustimmung ins Internet gestellt wurden, wobei es 35 Prozent davon als st\u00f6rend empfunden haben.<\/p>\n<p>Obschon f\u00fcr manche Leser der Begriff \u00abjedes f\u00fcnfte Kind\u00bb noch nicht eine alarmierende Zahl darstellen mag, gilt es hier die Dunkelziffer miteinzubeziehen. Ausserdem kann Cybermobbing f\u00fcr ein Individuum gravierende Konsequenzen haben, wie der<a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/regional\/aargau-solothurn\/mobbing-digitale-medien-tragt-konflikte-in-der-realen-welt-aus\"> Fall in Spreitenbach<\/a>, welcher zu einem Suizid gef\u00fchrt hatte, zeigt. Oftmals spitzt sich die Situation \u00fcber Monate oder Jahre zu, dies teilweise ohne dass es den Eltern bewusst ist, wie gravierend die aktuelle Situation in Wirklichkeit ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-154 alignleft\" src=\"https:\/\/iksm.fhslabs.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/cybermobbing.jpg\" alt=\"\" width=\"412\" height=\"298\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.km.bayern.de\/eltern\/meldung\/1107\/cybermobbing-herausforderung-fuer-die-medienpaedagogik.html\">Bild: Cybermobbing<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt deshalb die Medienp\u00e4dagogik an Bedeutung. Der Fokus wird auf das Minimieren der Risiken gesetzt, wobei sich die konkreten Aufgaben auf das das Analysieren, Erforschen und Aufkl\u00e4ren \u00fcber die Risiken beziehen. Das Ziel, welches verfolgt wird ist eine aufgekl\u00e4rte, moderate Mediennutzung und zudem sollen auch die Eltern miteinbezogen werden indem sie zu einem kritischen Hinschauen und Hinh\u00f6ren angeregt werden. So wichtig es ist, sich mit den Risiken der digitalen Medienwelt zu befassen, so wichtig ist es auch die Chancen digitaler Medien zu eruieren, um sie dann in den p\u00e4dagogischen Aktionsfeldern ad\u00e4quat einzusetzen. Die Erfahrung zeigt, dass nicht Medienp\u00e4dagogen, sondern meistens genau jugendliche Erwachsene bzw. Jugendliche die Vorreiter bei der Nutzung neuer sozialer Medien sind. Trotz dieser Entwicklung, gilt es zu beachten, dass eine kompetente und kreative Nutzung aber meistens nicht autodidaktisch erlernt wird. Anregungen und Anleitungen in Bezug auf sicheres Kommunizieren ben\u00f6tigen auch die sogenannten Digital Natives. <a href=\"https:\/\/www.staempfliverlag.com\/detail\/ISBN-9783867362740\/\/Chancen-digitaler-Medien-f%FCr-Kinder-und-Jugendliche\">(vgl. Lauffer, R\u00f6llecke, S.13 &#8211; 20)<\/a><\/p>\n<p>Meines Erachtens ist es sinnvoll die Kreativit\u00e4t, die Neugier und den Entdeckungshunger von Jugendlichen zu f\u00f6rdern, anstelle eines absoluten Verbots in Bezug auf Soziale Medien. Unerl\u00e4sslich ist meiner Meinung nach jedoch mithilfe der Medienp\u00e4dagogik gemeinsam mit den Jugendlichen und Kindern ein ad\u00e4quater Umgang zu erarbeiten und sie \u00fcber die Gefahren und Risiken aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cybermobbing, Datenraub, Pornografisierung, exzessive Mediennutzung, Ballerspiele \u2013 um nur einige negative Aspekte, welche mit digitalen Medien assoziiert werden, zu benennen. Unbestritten ist hier von erstzunehmende Themen die Rede, welche von medienp\u00e4dagogischer Relevanz sind. 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